Das Schmieden zählt mit über 5.000 Jahren zu den ältesten Handwerken der Menschheit. Erste Spuren der Metallbearbeitung reichen bis ins 8. Jahrtausend v. Chr. zurück, als in frühen Hochkulturen wie Indien und Ägypten zunächst Meteoriteneisen sowie weiche Metalle wie Kupfer, Silber und Gold verarbeitet wurden.
Den entscheidenden Schritt vollzog vor rund 3.800 Jahren das Volk der Hethiter in Kleinasien: Sie verhütteten erstmals Eisen in Rennöfen und leiteten damit die Eisenzeit ein. In Mitteleuropa fasste die Eisenverarbeitung einige Jahrhunderte später Fuß.
Weil sie mit Hilfe des Feuers Werkzeuge, Waffen und Kunstgegenstände erschaffen konnten, genossen Schmiede von jeher eine besondere gesellschaftliche Stellung — ihre Arbeit wurde in vielen Kulturen mit Mythos und Magie verbunden.